Tag-Archiv für 'heroin'

Eine warmes Stübchen zum entspannten Fixen

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/156730.eine-warmes-stuebchen-zum-entspannten-fixen.html

von Christoph Villinger

Nach monatelangen Verhandlungen soll es in Kreuzberg endlich wieder einen Drogenkonsumraum geben

Nun ist die Katze aus dem Sack. Gemeinsam präsentierten Knut Mildner-Spindler (LINKE), Gesundheitsstadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, und der Grüne Bezirksbürgermeister Franz Schulz am Mittwochabend die lange geheimgehaltenen Pläne für einen neuen Drogenkonsumraum in der Nähe des Kottbusser Tors. Nach aufreibender Suche wurde mit dem alten Fachraum-Gebäude der ehemaligen Gerhardt-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße 131 doch noch ein Objekt in »fußläufiger Entfernung« zu dem Treffpunkt vieler Drogenkonsumenten gefunden.

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Polizei kontrolliert Drogenszene am Kotti

Quelle: http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=22396888

Berlin (dpa/bb) – Die Polizei ist erneut gegen die Drogenszene am
Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg vorgegangen. Zivilbeamte
kontrollierten am Montag zwischen 10.00 und 17.00 Uhr 36 Personen und
sprachen 30 Platzverweise aus, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.
Sechs Männer seien festgenommen worden. Bei den 17- bis 51-Jährigen
wurden jeweils geringe Mengen Heroin, Cannabis sowie Tabletten
gefunden und beschlagnahmt. Die Polizei hat in den zurückliegenden
Monaten ihren Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität in der Gegend um
das Kottbusser Tor verstärkt.

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Suchthilfe – Die Fixerstube ist weg, der Drogenhandel bleibt

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article1158956/Die_Fixerstube_ist_weg_der_Drogenhandel_bleibt.html

Von Sabine Flatau

Die Fixerstube an der Dresdner Straße in Kreuzberg ist geschlossen. Nachdem sich Hausbewohner beschwert hatten, kündigte der Vermieter den Vertrag. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Drogenszene vom Kottbusser Tor damit ebenso verschwunden wäre. Im Gegenteil.

ercan yasaroglu, cafe betreiber
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Kleiner Sieg – Tobias Riegel begrüßt Heroin-Substitution

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/152658.kleiner-sieg.html

von Tobias Riegel

Das Bild der Ausgestoßenen, die sich täglich am Kottbusser Tor versammeln, könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Denn mit dem gestern in Kraft getretenen (Bundes-)Gesetz zur geregelten Abgabe von synthetischem Heroin konnte nach jahrelangem Kampf ein kleiner Sieg der Vernunft über faktenferne Ideologie errungen werden. Berlin mit seinen diversen offenen Drogen-Szenen wird diese Gelegenheit der würdevollen Behandlung Suchtkranker hoffentlich beim Schopfe packen.

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Druckraum nicht in Sicht

Quelle: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2009%2F07%2F21%2Fa0157&cHash=3a181c00c4

von Anne Siegmund

Mangels Druckraum gibt es zwei weitere Drogenkonsummobile

Franz Schulz‘ (Grüne) Ankündigungen über die zügige Öffnung eines neuen Druckraums in Kreuzberg sind offenbar geplatzt.

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Hoffnung für Junkies

Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4483077,00.html
Autorin: Sabine Damaschke
Redaktion: Elena Singer

Heroin ist in Deutschland künftig als Medikament für schwerst Drogenabhängige zugelassen. Jahrelang hat eine Elterninitiative dafür gekämpft. Mit Petitionen und einem Gedenktag für ihre verstorbenen Kinder am 21. Juli.

akzeptierende eltern

http://www.akzeptierende-eltern.de

Nie wird Jürgen Heimchen den Tag vergessen, an dem sein Sohn verhaftet wurde, weil er einen Videorekorder stahl. Es war nicht das erste Mal, dass Heimchen den drogenabhängigen Thorsten auf einer Wuppertaler Polizeiwache besuchen musste. Doch diesmal kam der damals 50-jährige Vater zu spät. Thorsten erhängte sich mit 21 Jahren in seiner Zelle – kaputt vom ständigen Druck, sich den nächsten Schuss Heroin erbetteln oder stehlen zu müssen.

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»Drogenkonsumenten einfach nur vertrieben«

Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/07-20/032.php

AIDS-Hilfe fordert kassenfinanzierte Heroinbehandlung. Bundesweiter Gedenk- und Aktionstag für Abhängige. Ein Gespräch mit Dirk Schäffer

Interview: Markus Bernhardt

dirk schaeffer, deutsche aidshilfe

Dirk Schäffer ist Referent für den ­Fachbereich Drogen und Strafvollzug der Deutschen AIDS-Hilfe

Anläßlich des elften bundesweiten Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige sind am 21. Juli Veranstaltungen in über 40 Städten geplant. Setzen Sie sich dabei auch mit der aktuellen Drogenpolitik auseinander?

Der bundesweite Gedenktag mit Veranstaltungen hat sich von einem Trauer- zu einem Tag entwickelt, an dem auch die politische Auseinandersetzung gesucht wird. Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Anliegen von Drogenkonsumenten, ihrer Eltern und Angehörigen sowie der AIDS-Hilfe in die Öffentlichkeit zu transportieren und mit politisch Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Auch 2008 ist die Zahl der verstorbenen Drogengebraucher angestiegen. 1449 Tote gab es im vergangenen Jahr; 2007 waren es 1394. Was sind die Gründe für diese Zunahme?

Den ersten Interpretationen des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge befindet sich unter den Drogentoten im letzten Jahr eine hohe Zahl älterer Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten Drogen konsumierten.

Was kann die Politik unternehmen, damit weniger Menschen an Rauschmitteln sterben?

Drogenkonsumräumen müssen flächendeckend in allen Bundesländern zur Verfügung stehen. Dieses Angebot verhindert Todesfälle infolge von Überdosierungen und hilft, Betroffene in die Substitutionsbehandlung zu vermitteln. Für bisher nicht erreichte Drogenkonsumenten oder für Substituierte, bei denen die Behandlung nicht den gewünschten Erfolg erzielt, stellt die heroingestützte Behandlung mit Diamorphin, also synthetischem Heroin, eine alternative Therapieform dar. Es muß eine kassenfinanzierte Heroinbehandlung, die Leben rettet, angeboten werden. Da immer mehr Drogenkonsumenten an einer chronischen Hepatitis-C-Infektion leiden, gilt es, einen frühzeitigen Behandlungsbeginn zu unterstützen und ausreichend niedrigschwellige Zugänge dafür zu schaffen.

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg kam es in den letzten Monaten zu einer Verdrängung der Szene am Kottbusser Tor. Vorausgegangen war eine Stimmungsmache der dort ansässigen Geschäftsleute gegen die Drogenbenutzer. Die Stadt reagierte mit erhöhter Polizeipräsenz. Welche Folgen hat das?

Die repressiven Maßnahmen der Polizei haben zu einer Zersplitterung der Szene geführt, die sich nun wieder entlang der U-Bahnlinien verteilt. Damit sind die Menschen für Angebote der aufsuchenden Arbeit nur schwer erreichbar. Die Polizei hat mit ihren Aktionen den Kollegen vor Ort – beispielsweise vom Verein Fixpunkt e.V. – einen Bärendienst erwiesen. Es ist ein Trauerspiel, daß die Staatsmacht auch nach vielen erfolglosen Versuchen, die Drogenkonsumenten ohne begleitende Hilfen sich selbst zu überlassen und sie einfach zu vertreiben, nichts gelernt hat.

Parallel zum Vorgehen gegen Drogenkonsumenten kommt es in Kreuzberg auch zur Verdrängung anderer sozial benachteiligter Menschen.

Wer die Augen nicht fest verschließt, wird sehen, daß es in Kreuzberg Tendenzen gibt, den Stadtteil umzubauen. Hiermit ist auch eine Veränderung der Mieterstruktur verbunden. Ich glaube, daß die dort lebenden Migranten genau mit jenen Drogenkonsumenten eine Allianz bilden müßten, die sie noch vor wenigen Wochen am Kottbusser Tor vertreiben wollten. Nur so ließe sich die Gentrifizierung ihres Kiezes zu verhindern.

Vor mehr als einer Woche ist es in Bielefeld zum dritten Mal zu einem Brandanschlag auf eine Tierpension der AIDS-Hilfe gekommen, die als Qualifizierungsprojekt für Langzeitarbeitslose – darunter auch Drogenkonsumenten – mit oder ohne HIV dient. Das Projekt ist mittlerweile in seiner Existenz bedroht. Anderswo ist die Stimmung ähnlich. Woraus resultiert diese feindliche Atmosphäre?

Vielleicht ist das ein Beispiel dafür, wie gering die Akzeptanz in Teilen der Gesellschaft für Menschen mit HIV/AIDS oder Drogenkonsumenten noch immer ist. Deshalb sollen Veranstaltungen wie der morgige Gedenktag dazu beitragen, den Bürgern Einblicke in das Leben und die Bedürfnisse von Drogenkonsumenten zu geben.

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Situation am Kotti

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/07/256338.shtml?c=on#comments2

Die Situation am Kottbusser Tor in Kreuzberg spitzt sich für Drogenabhängige weiter zu. Eine „Anwohnerinitiative“ bekämpft jetzt sogar deren medizinische Versorgung.
Seit 30 Jahren halten sich am Kotti Drogensüchtige auf. Manche kaufen und verkaufen Cannabis, andere Methadon, Tabletten oder Heroin. Es gibt keine Prostitution, die Beschaffungskriminalität findet meistens nicht vor Ort statt. Öffentliche Toiletten gibt es nicht, die Plätze zum Spritzen werden weniger. Viele Häuser sind von innen und aussen Videoüberwacht, manche Hausverwaltung läßt brutale Wachschützer patroulliern.
Das war nicht immer so, bis Mitte der 90er Jahre wurde die Drogenszene als erträgliches Problem gesehen. Die wirtschaftliche und kulturelle Situation der Anwohner_innen ließ keinen Bedarf aufkommen auf Menschen zu treten, die noch weiter unten stehen.
Seit einigen Jahren geht aber die soziale Säuberung am Kotti nicht vorbei. Der Wunsch nach Recht und Ordnung wird von http://www.quartiersmanagement-berlin.de/Friedrichshain-Kreuzberg.164.0.html und Milli Görüs gezüchtet, die den Anwohner_innen Angst- und Schreckensvisionen liefern.
Vor einigen Jahren gründete http://de-de.facebook.com/ercan.yasaroglu eine Anwohnerinitiative am Kotti. Ziel ist die Vertreibung der Drogensüchtigen und seit kurzem auch der Scheibenputzer-Roma. Ein Bericht der Morgenpost http://www.morgenpost.de/berlin/article1042465/Vaeter_kaempfen_am_Kottbusser_Tor_gegen_Dealer.html ist insoweit falsch, das Ercan Yasaroglu nicht Sozialarbeiter ist sondern Betreiber des Cafe Kotti. Dieses liegt auf der Galerie über der Adalbertstrasse.
Der Verein gegen die Junkies http://de.dir.groups.yahoo.com/group/burgerinitiativekottbussertor/?v=1&t=directory&ch=web&pub=groups&sec=dir&slk=2 hat erreicht, das der Fixpunkt in der Dresdener Strasse vor einigen Wochen geschlossen hat. Der Fixpunkt wurde mal geschaffen um Todesfälle durch Überdosis zu verhindern, unter ärztlicher Aufsicht konnte hier konsumiert werden.
Um dennoch eine niedrigschwellige Hilfe zum Ausstieg und medizinischen Hilfe anzubieten, kamen Busse der Drogenberatung seit Jahren zum Kotti. Jetzt sind diese Ziel der Bürgerwehr geworden. Zum aktuellen Vorfall:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Kottbusser-Tor-Fixerbusse;art270,2849663
Den Junkies einen Spritzentausch zu verwehren ist wirklich eine ganz erbärmliche Aktion. Die Infizierung von Drogenkranken untereinander mit HIV, durch Needlesharing, in Kauf zu nehmen, nur um den Umsatz der angeblich beeinträchtigten Läden am Kotti zu sichern, zeigt welches Menschenbild hier vorliegt. Danke auch das ihr das Zahnmobil blockiert habt! Eine große Leistung Menschen, die aus verschiedenen Gründen lange nicht zum Zahnarzt gehen konnten, auch das zu verwehren.
Besonders traurig der Werdegang von Ercan Yasaroglu. In den 80er Jahren aus politischen Gründen aus der Türkei gekommen, hatte er verbindungen zu Antifa Genclik, versuchte sich dann als Filmproduzent und Journalist bei Antifa Demos. Wandelte sich dann zu einem der an den Potentialen Kreuzbergs verdienen will. Zum Schluß bleibt nur noch der Kampf gegen die Schwächsten.
Das Drogenproblem wird sich nicht durch Repression lösen lassen. Selbst in Staaten mit Todesstrafe für Drogendelikte gibt es Dealer und Konsumenten. Das Elend läßt sich mit der legalen Abgabe von ungestrecktem Heroin an Süchtige beseitigen. Der Hass auf Kranke ist das grössere Problem. Mehr Infos hier:
http://menschenfreundlich.blogsport.de/2009/02/

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