Tag-Archiv für 'fixpunkt'

Süchtige sollen in ein leeres Schulgebäude

Quelle: http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1185586/Suechtige-sollen-in-ein-leeres-Schulgebaeude.html

von Sabine Flatau

Der Drogenkonsumraum am Kottbusser Tor in Kreuzberg ist im Sommer geschlossen worden. Seit Monaten läuft die Suche nach einem neuen Standort. Nun ist ein geeignetes Objekt gefunden. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will ein ungenutztes bezirkseigenes Gebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule an der Reichenberger Straße 131 zur Verfügung stellen.

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Eine warmes Stübchen zum entspannten Fixen

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/156730.eine-warmes-stuebchen-zum-entspannten-fixen.html

von Christoph Villinger

Nach monatelangen Verhandlungen soll es in Kreuzberg endlich wieder einen Drogenkonsumraum geben

Nun ist die Katze aus dem Sack. Gemeinsam präsentierten Knut Mildner-Spindler (LINKE), Gesundheitsstadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, und der Grüne Bezirksbürgermeister Franz Schulz am Mittwochabend die lange geheimgehaltenen Pläne für einen neuen Drogenkonsumraum in der Nähe des Kottbusser Tors. Nach aufreibender Suche wurde mit dem alten Fachraum-Gebäude der ehemaligen Gerhardt-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße 131 doch noch ein Objekt in »fußläufiger Entfernung« zu dem Treffpunkt vieler Drogenkonsumenten gefunden.

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Suchthilfe – Die Fixerstube ist weg, der Drogenhandel bleibt

Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article1158956/Die_Fixerstube_ist_weg_der_Drogenhandel_bleibt.html

Von Sabine Flatau

Die Fixerstube an der Dresdner Straße in Kreuzberg ist geschlossen. Nachdem sich Hausbewohner beschwert hatten, kündigte der Vermieter den Vertrag. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Drogenszene vom Kottbusser Tor damit ebenso verschwunden wäre. Im Gegenteil.

ercan yasaroglu, cafe betreiber
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Neues Kotti?

Quelle: http://www.stadtkind.de/blog/show/id/2367

von Annelie Naumann (01.07.2009)

Kottbusser Tor U-Bahnhof

Die Drogenszene rund um das Kottbusser Tor verschwindet. Aber wohin?

Seit vielen Jahren ist das Kottbusser Tor berühmt, aber auch berüchtigt. Einerseits für seine bauliche Hässlichkeit, andererseits aber vor allem für seine offene Drogenszene rund um den U-Bahnhof. Seit einigen Monaten nun tut sich etwas am Kotti, wie die Anwohner gerne und fast liebevoll ihr Kottbusser Tor nennen. Der U-Bahnhof wird saniert und gleichzeitig verschwinden die Dealer und Junkies. Immer öfter sieht man Polizei und Sicherheitskräfte der BVG im U-Bahnhof postiert, die darauf achten sollen, dass nicht offen Drogen konsumiert und gedealt wird.
Einige Anwohner hatten die Drogenszene vor ihrer Haustür kritisiert, fürchteten vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder. Nun wurde auch der Druckraum in der Dresdner Straße, nahe dem Kotti, nach fünf Jahren geschlossen, allerdings nicht weil es Probleme gab, sondern nur weil der Mietvertrag auslief. In diesem Drogenkonsumraum konnten Süchtige unter hygienischen Bedingungen und unter medizinischer Kontrolle einen Schuss mit harten Drogen oder Ersatzstoffen setzen und mussten dies nicht öffentlich in einem Treppenaufgang oder im Park tun. Besonders die CDU, die in Kreuzberg allerdings zu den kleinen Parteien zählt, hatte in der Vergangenheit gegen den Druckraum Stimmung gemacht.
Die Suche nach einem neuen Standort für den vom Verein Fixpunkt betriebenen Druckraum gestaltet sich schwer. Die Leiterin von Fixpunkt e.V., Astrid Leicht, ist aber zuversichtlich, dass noch im Sommer ein neuer Standort gefunden wird. Bis dahin werden mehrere Fixpunktmobile zur Prävention dreimal pro Woche wie bisher am Kotti stehen, außerdem ein Drogenkonsumsmobil am Moritzplatz. Streetworker informieren vor Ort über die neue Situation.
Klar ist, dass die Drogenszene nicht komplett verschwunden ist, auch wenn sie am Kotti nicht mehr so sichtbar ist wie früher. „Die Szene verschwindet nicht einfach, sondern verlagert sich nur“, sagt auch Astrid Leicht. Sie könne auch wieder an das Kottbusser Tor zurückkehren, wenn dort der polizeiliche Druck nachlasse. Schon jetzt würden die Drogenkonsumenten in umliegenden Parks, wie den Görlitzer Park, oder an anderen U-Bahnstationen der Linie 8, etwa den Moritzplatz, ausweichen.
Umso dringender ist es einen neuen Ort für den Druckraum zu finden. Und natürlich sollte der auch im Kiez rund um das Kotti liegen. „Grundsätzlich ist es möglich auch in einem sozial schwierigen Bezirk einen Druckraum zu führen“, so Astrid Leicht. Wichtig sei, dass man mit den Anwohnern kommuniziert. „Jede gut laufende Kneipe macht mehr Ärger als ein Druckraum“, so die Leiterin von Fixpunkt.
Jenseits der Diskussion um den Druckraum bleiben die Probleme mit der Drogenszene in Kreuzberg bestehen, egal ob die Polizei gerade das Kotti überwacht oder nicht. Es gibt circa 8000 Heroinsüchtige in Berlin, sie einfach zu ignorieren, löst das Problem noch lange nicht.
Sebastian Lehmann

Mehr Infos: www.fixpunkt.org

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Kreuzberger Druckraum schliesst

Quelle: http://www.tvb.de/aktuell/meldungen/datum/2009/06/12/-351029908d.html

Am Donnerstag öffnete der Druckraum am Kottbusser Tor zum letzten Mal.

Fachleute befürchten Nachteile für die Suchthilfe. Denn ein neuer Raum, in dem Süchtige unter medizinischer Kontrolle Drogen konsumieren können, ist nicht in Sicht.

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Drogen – Kreuzberger Druckraum schließt

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Kreuzberg-Kottbusser-Tor-Drogen-Druckraum;art270,2819919

Berlin – Ruhig ist es um die Drogenszene am Kottbusser Tor geworden. Nachdem Polizisten nahezu täglich das Milieu rund um den U-Bahnhof zu kontrollieren begannen, hatten sich viele Junkies auf andere U-8-Bahnhöfe verteilt. Und der Rest der Heroinszene nutzte den Druckraum in der Dresdener Straße am „Kotti“. Doch nun wird befürchtet, dass sich die Szene zerstreut, denn heute öffnet der Druckraum letztmals.

Dem Aids- und Suchthilfeträger Fixpunkt, der den Druckraum seit fünf Jahren betreibt, ist schon vor Monaten gekündigt worden. Eine Duldungsfrist für die Räume in der Dresdener Straße läuft diese Woche ab. Das Datum ist seit langem bekannt, die Suche nach einem neuen Standort läuft seit Monaten. Doch ein neuer Raum, in dem Süchtige unter medizinischer Kontrolle harte Drogen und Ersatzstoffe konsumieren können, ist nicht in Sicht. „Wir wollen aber noch vor der Sommerpause neue Räume finden“, sagte Friedrichshain-Kreuzbergs Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke). Bis eine geeignete Unterkunft gefunden ist, soll vormittags ein Druckmobil auf den Straßen am Kotti auf Junkies warten. Nachmittags soll das Fahrzeug woanders eingesetzt werden. Rund 8000 Heroinabhängige gibt es in Berlin.

Kenner befürchten, dass sich die Drogenszene auf der ganzen U-Bahnlinie 8 verteilen könnte. Sozialarbeiter beklagen, dass es ohnehin schwieriger geworden sei, an viele Junkies heranzukommen, seit die Polizei am Kottbusser Tor in die Offensive gegangen ist. Schon jetzt halten sich viele Süchtige am Hermannplatz, Moritzplatz und Rosenthaler Platz in Mitte auf.Hannes Heine

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Brennpunkt Kotti verteilt sich

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/149986.brennpunkt-kotti-verteilt-sich.html

Kreuzberger Drogenszene zieht in die Nebenstraßen /
Fixpunkt e.V. sucht neues Quartier

Von Christoph Villinger

Im und rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg ist seit etwa drei Monaten ein andauerndes massives Auftreten von Sicherheitskräften und Polizei zu beobachten. Dazu passte auch vor einigen Tagen ein harsches Vorgehen von BVG-Mitarbeitern: So eskalierte zu Wochenbeginn erneut die Situation am Kottbusser Tor, als es nach Augenzeugenberichten zu einer Prügelei zwischen zwei BVG-Sicherheitsbeamten und einer Gruppe von Roma kam.

Die Roma hätten zuvor am »Kotti« Autofensterscheiben geputzt und sich, nachdem ein sich belästigt fühlender Autofahrer die Polizei gerufen hatte, an eine Bushaltestelle zurückgezogen, hieß es. Nach der Auseinandersetzung zeigte man sich gegenseitig bei der Polizei wegen Körperverletzung an. »Als später die Polizei Platzverweise aussprach, zogen sich die Roma zurück«, berichtet Barbara Seid, die migrationspolitische Sprecherin der LINKEN in der BVV von Friedrichshain-Kreuzberg. Gegenüber den »voreiligen Schuldzuweisungen der Polizei« in Richtung der Roma betont Seid, dass solche Fragen ein unabhängiges Gericht zu klären habe.

Schon länger ist das Kreuzberger Kotti ein Brennpunkt. Wie wiederholt berichtet, hatte die dortige Drogenszene durch die Schließung eines Parkhauses im Sommer ihren Rückzugsort verloren und war dann in nicht zu übersehender Anzahl vor allem an den Eingängen zum U-Bahnhof präsent.

Dies führte zu massiven Anwohnerprotesten, insbesondere getragen von türkischstämmigen Eltern, die sich Sorgen um ihre Kinder machten. Nachdem so der politische Druck entstanden war, schritt die Polizei ein. Allein »im März 2009 sprach die Polizei am Kottbusser Tor 418 Platzverweise nach dem Berliner Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) aus, die sich ausschließlich gegen die ›Betäubungsmittel-Szene‹ richteten«, berichtete der Berliner Polizeipräsident auf eine Anfrage von Barbara Seid. Im April seien es noch 219 Platzverweise gewesen, wobei sich hier schon 10 Platzverweise gegen die »aggressive Scheibenputzer-Szene« richteten.

Hinter vorgehaltener Hand betonen allerdings Polizeibeamte, dass ihnen zur Bekämpfung des Drogenhandels immer noch ein zentraler und offen zu observierender Treffpunkt lieber sei, als dass sich die Szene in die Nebenstraßen und in die U-Bahnlinien verteilt. Genau diese Folge trat nun ein, wie Astrid Leicht, Leiterin von Fixpunkt e.V., berichtet, die mehrere Drogenhilfen rund ums Kottbusser Tor betreibt. »Insbesondere in Richtung Süden zu den U-Bahnhöfen Herrmannplatz und Leinestraße wurden die Drogen-Nutzer/innen verdrängt.«

Zeitgleich ist Astrid Leicht mit der endgültigen Kündigung ihrer bisherigen Räume in der Nähe des Kottbusser Tors zum 12. Juni, in denen sich Drogenabhängige zumindest für vier Stunden am Tag in hygienischen Verhältnissen »ihren Schuss setzen« konnten, konfrontiert. Verzweifelt suchen das Bezirksamt und der zuständige Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler (LINKE) seit Monaten nach neuen Räumlichkeiten. »Ein Objekt im Umkreis von einem Kilometer um das Kotti wird zur Zeit geprüft«, sagt Leicht, aber dies werde frühestens im ersten Quartal 2010 eröffnen können. »Bis dahin können wir nur eine Zwischenlösung anbieten, indem die Fixpunkt-Mobile vom Stuttgarter Platz und Bahnhof Zoo am Vormittag nach Kreuzberg kommen.«

Da sich die Lage rund ums Kottbusser Tor nun beruhigt habe, setzt Leicht darauf, dass »Lösungsansätze weiter verfolgt werden«. So gibt es laut Leicht demnächst auch ein Treffen auf bezirklicher Ebene, um die Situation der vor allem vor einem Kaisers Supermarkt sich aufhaltenden »Alkoholkonsumenten sozialverträglicher zu gestalten«.

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