Tag-Archiv für 'drogenkonsumraum'

Druckraum entzweit Kreuzberger Mischung

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/163039.druckraum-entzweit-kreuzberger-mischung.html

Von Martin Kröger

Die Debatte um ein geplantes Suchthilfezentrum in der Reichenberger Straße tobt unvermindert weiter

Die evangelische Ölbergkirche am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg hat einige turbulente Veranstaltungen erlebt. »Einmal haben hier Polizisten und Autonome diskutiert«, erzählt Pfarrer Jörg Machel. Nach der Veranstaltung standen dann zwölf Polizeifahrzeuge mit zerstochenen Reifen vor der Tür, so der Seelsorger. Derart hochgekocht verlief die Diskussion über die Einrichtung eines Gesundheits- und Suchthilfezentrums in der Reichenberger Straße zwischen rund 80 Anwohnern und Interessierten in der Kirche am Mittwochabend zwar nicht, doch im Dezember war es bei einem ähnlichen Treffen bei der Organisation Zuhause im Kiez (ZiK) zu aggressiven und sehr unschönen Szenen gekommen. Deshalb bot sich diesmal die Kirche als Austragungsort an.

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Süchtige sollen in ein leeres Schulgebäude

Quelle: http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1185586/Suechtige-sollen-in-ein-leeres-Schulgebaeude.html

von Sabine Flatau

Der Drogenkonsumraum am Kottbusser Tor in Kreuzberg ist im Sommer geschlossen worden. Seit Monaten läuft die Suche nach einem neuen Standort. Nun ist ein geeignetes Objekt gefunden. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will ein ungenutztes bezirkseigenes Gebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule an der Reichenberger Straße 131 zur Verfügung stellen.

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Eine warmes Stübchen zum entspannten Fixen

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/156730.eine-warmes-stuebchen-zum-entspannten-fixen.html

von Christoph Villinger

Nach monatelangen Verhandlungen soll es in Kreuzberg endlich wieder einen Drogenkonsumraum geben

Nun ist die Katze aus dem Sack. Gemeinsam präsentierten Knut Mildner-Spindler (LINKE), Gesundheitsstadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, und der Grüne Bezirksbürgermeister Franz Schulz am Mittwochabend die lange geheimgehaltenen Pläne für einen neuen Drogenkonsumraum in der Nähe des Kottbusser Tors. Nach aufreibender Suche wurde mit dem alten Fachraum-Gebäude der ehemaligen Gerhardt-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße 131 doch noch ein Objekt in »fußläufiger Entfernung« zu dem Treffpunkt vieler Drogenkonsumenten gefunden.

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Neues Kotti?

Quelle: http://www.stadtkind.de/blog/show/id/2367

von Annelie Naumann (01.07.2009)

Kottbusser Tor U-Bahnhof

Die Drogenszene rund um das Kottbusser Tor verschwindet. Aber wohin?

Seit vielen Jahren ist das Kottbusser Tor berühmt, aber auch berüchtigt. Einerseits für seine bauliche Hässlichkeit, andererseits aber vor allem für seine offene Drogenszene rund um den U-Bahnhof. Seit einigen Monaten nun tut sich etwas am Kotti, wie die Anwohner gerne und fast liebevoll ihr Kottbusser Tor nennen. Der U-Bahnhof wird saniert und gleichzeitig verschwinden die Dealer und Junkies. Immer öfter sieht man Polizei und Sicherheitskräfte der BVG im U-Bahnhof postiert, die darauf achten sollen, dass nicht offen Drogen konsumiert und gedealt wird.
Einige Anwohner hatten die Drogenszene vor ihrer Haustür kritisiert, fürchteten vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder. Nun wurde auch der Druckraum in der Dresdner Straße, nahe dem Kotti, nach fünf Jahren geschlossen, allerdings nicht weil es Probleme gab, sondern nur weil der Mietvertrag auslief. In diesem Drogenkonsumraum konnten Süchtige unter hygienischen Bedingungen und unter medizinischer Kontrolle einen Schuss mit harten Drogen oder Ersatzstoffen setzen und mussten dies nicht öffentlich in einem Treppenaufgang oder im Park tun. Besonders die CDU, die in Kreuzberg allerdings zu den kleinen Parteien zählt, hatte in der Vergangenheit gegen den Druckraum Stimmung gemacht.
Die Suche nach einem neuen Standort für den vom Verein Fixpunkt betriebenen Druckraum gestaltet sich schwer. Die Leiterin von Fixpunkt e.V., Astrid Leicht, ist aber zuversichtlich, dass noch im Sommer ein neuer Standort gefunden wird. Bis dahin werden mehrere Fixpunktmobile zur Prävention dreimal pro Woche wie bisher am Kotti stehen, außerdem ein Drogenkonsumsmobil am Moritzplatz. Streetworker informieren vor Ort über die neue Situation.
Klar ist, dass die Drogenszene nicht komplett verschwunden ist, auch wenn sie am Kotti nicht mehr so sichtbar ist wie früher. „Die Szene verschwindet nicht einfach, sondern verlagert sich nur“, sagt auch Astrid Leicht. Sie könne auch wieder an das Kottbusser Tor zurückkehren, wenn dort der polizeiliche Druck nachlasse. Schon jetzt würden die Drogenkonsumenten in umliegenden Parks, wie den Görlitzer Park, oder an anderen U-Bahnstationen der Linie 8, etwa den Moritzplatz, ausweichen.
Umso dringender ist es einen neuen Ort für den Druckraum zu finden. Und natürlich sollte der auch im Kiez rund um das Kotti liegen. „Grundsätzlich ist es möglich auch in einem sozial schwierigen Bezirk einen Druckraum zu führen“, so Astrid Leicht. Wichtig sei, dass man mit den Anwohnern kommuniziert. „Jede gut laufende Kneipe macht mehr Ärger als ein Druckraum“, so die Leiterin von Fixpunkt.
Jenseits der Diskussion um den Druckraum bleiben die Probleme mit der Drogenszene in Kreuzberg bestehen, egal ob die Polizei gerade das Kotti überwacht oder nicht. Es gibt circa 8000 Heroinsüchtige in Berlin, sie einfach zu ignorieren, löst das Problem noch lange nicht.
Sebastian Lehmann

Mehr Infos: www.fixpunkt.org

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