Tag-Archiv für 'demonstration'

Demo und Gedenkfeier zum Stadtfest in Berlin

Quelle: http://www.pride1radio.com/index.php?option=com_content&task=view&id=3635&Itemid=1

Anlässlich des größten lesbisch-schwulen Stadtfestes am kommenden Wochenende in Berlin soll es eine Demonstration gegen Homophobie geben. Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. weist auf eine Demonstration am kommenden Samstag (20. Juni) in Berlin-Kreuzberg hin. Hintergrund sind die wiederholten gewalttätigen Übergriffe auf Schwule und Lesben in Berlin (PRIDE1 berichtete).

lesbisch schwules berlin

Die Demonstration startet um 13 Uhr in der Kreuzberger Oranienstraße, Ecke Adalbertstraße. Vor kurzem war es dort nach einem Bericht des Tagesspiegels zu einem schwulenfeindlichen Übergriff vor einem Imbiss gekommen. Der Demonstrationszug geht dann bis zum U-Bahnhof Kottbusser Tor, von dort geht es weiter mit der U1 in Richtung Nollendorfplatz. Damit soll auf homophobe Übergriffe in der U-Bahn aufmerksam gemacht werden. Eine Abschlusskundgebung ist vor der Eisdiele „Dolce Freddo“ in der Maaßenstraße geplant, wo Schwule und Lesben ebenfalls diskriminiert wurden. Im Anschluss werden die Teilnehmer gemeinsam zum lesbisch-schwulen Stadtfest in der Motzstraße ziehen.

„Homophobie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das von Politik und Verwaltung offensiv angegangen werden muss. Es geht nicht darum, einzelne Gewerbetreibende an den Pranger zu stellen. Wir wollen aber deutlich machen, dass Diskriminierung, Hass und Gewalt gegenüber Schwulen und Lesben in Berlin keinen Platz haben. Wir lassen uns die ständigen Anfeindungen nicht länger bieten. Schwule und Lesben haben dieselben Rechte wie alle anderen Bürger auch, die gewahrt und respektiert werden müssen!“, so der LSVD in einer Mitteilung.

Neben der Demonstration rufen der Kreisverband Tempelhof-Schöneberg von Bündnis 90/Die Grünen, QueerGrün und die Schwusos zum Gedenken der homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus auf. Treffpunkt ist hier die Gedenktafel am Südeingang des U-Bahnhofes Nollendorfplatz. Beginn, Samstag 14 Uhr.

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Fahrraddemonstration gegen steigende Mieten

Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/fahrraddemonstration-fahrraddemonstration-gegen-steigende--/de/Politik/20274316

Berlin (ddp-bln). Mit einer Fahrraddemonstration wollen mehrere linke Gruppen heute gegen steigende Mieten und Stadtumstrukturierung protestieren. Zu der Demonstration erwarten die Veranstalter 200 Teilnehmer, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Demonstration beginnt um 16.00 Uhr auf der Kottbusser Brücke in Kreuzberg und wird voraussichtlich durch Teile von Mitte, Friedrichshain, Treptow und Neukölln führen, ehe sie auf dem Spreewaldplatz in Kreuzberg endet.

Die Strecke soll auch an dem umstrittenen Wohnprojekt Carlofts vorbeiführen, auf das in der Vergangenheit mehrfach Anschläge verübt worden waren. Nach Angaben der Veranstalter von «MediaSpree versenken!» findet die Demonstration im Zuge der Aktionswochen gegen Gentrifizierung 2009 statt.

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Toleranz ist nicht genug

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/150264.toleranz-ist-nicht-genug.html

Der 12. Transgeniale Christopher Street Day demonstriert gegen Ausgrenzung und Gewalt

tcsd

Von Katharina Zeiher

»Toleranz nein danke – Glitter ohne Grenzen« lautet das Motto des diesjährigen Transgenialen Christopher Street Day (TCSD). Ein breites Bündnis von queeren Gruppen wird am letzten Juni-Wochenende durch Friedrichshain und Kreuzberg ziehen. »Toleranz reicht uns nicht«, erklärt Tülin Duman von Gays & Lesbians aus der Türkei (Gladt). »Wir fordern eine echte Auseinandersetzung mit Diskriminierung, nicht eine begrenzte Freiheit.«

Die Forderung »Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen ein anderes Rezept« gelte immer noch, sagt Duman. Im vergangenen Jahr war die queere Parade unter diesem Slogan durch Neukölln und Kreuzberg gelaufen.

In diesem Jahr steht für die transgenial Bewegten wieder der Friedrichshainer Kiez im Fokus. Die Demonstration am 27. Juni beginnt am Boxhagener Platz und zieht durch die Simon-Dach-Straße zum RAW-Tempel in der Revaler Straße. Der ist von der Schließung bedroht; zahlreiche dort angesiedelte linksalternative und künstlerische Initiativen stehen deshalb vor dem Aus. Auf der Warschauer Brücke wird der nächste Stopp eingelegt. »Hier finden regelmäßig Übergriffe auf Menschen statt, die nicht ins rechte Weltbild passen«, erläutert Duman. Weiter geht es über die Skalitzer Straße bis zum Kottbusser Tor. Vor einer Kaiser’s-Filiale soll gegen Verdachtskündigungen und die in der Supermarktbranche üblichen prekären Arbeitsbedingungen protestiert werden.

»Die Route verbindet die verschiedenen Kämpfe gegen Ausgrenzung, Stadtumstrukturierung und homophobe Gewalt«, erklärt Duman. Den letzten Halt wird die queere Parade vor dem SO36 in der Oranienstraße einlegen, seit 30 Jahren Ort für Konzerte, Partys und linke Veranstaltungen. Wegen einer Lärmklage steht das SO unter Druck. »In diesem Jahr zeigen wir unsere Solidarität mal andersherum«, sagt Duman. In den vergangenen Jahren hatte das SO36 den TCSD unterstützt.

Die Abschlusskundgebung findet traditionell am Kreuzberger Heinrichplatz mit einem Straßenfest statt. Initiativen – auch jenseits der queeren Szene – wie das Anti-Gewalt-Projekt Reach Out und das Antidiskriminierungsnetzwerk werden dort über ihre Arbeit informieren.

Wie stehen die Transgenialen zum kommerziellen CSD, der am selben Tag unter dem Motto »Stück für Stück ins Homo-Glück« mit einer halben Million Teilnehmer durch Schöneberg laufen wird? »Es gibt zwischen uns und dem großen CSD grundsätzliche Unterschiede«, sagt Duman. Kritisch sieht sie, dass beim kommerziellen CSD die sexuelle Identität »abgefeiert« würde, andere Diskriminierungen und gesellschaftliche Probleme aber nicht Thema seien. Auch Vorurteile innerhalb der schwul-lesbischen Szene – etwa, dass Migranten oftmals pauschal Homophobie unterstellt wird – würden dort nicht aufgegriffen. »Das Problem ist: Es wird nicht gemeinsam gekämpft«, so Duman.

Zum Transgenialen CSD erwarten die Veranstalter in diesem Jahr rund 3000 Menschen. Anders als in der Vergangenheit liefe die Zusammenarbeit mit der Polizei bisher gut, sagt Tülin Duman. Vor zwei Jahren war es gegen Teilnehmer der Parade zu Schikanierungen durch die Polizei gekommen. Eine Person, die einen hautfarbenen BH im Gesicht trug, wurde von der Polizei wegen »Vermummung« festgenommen, der BH beschlagnahmt. Ein bisschen Toleranz seitens der Beamten wäre immerhin ein Anfang.

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